Erhard Auer (SPD)
In München soll demnächst das dritte Denkmal für den Umstürzler Kurt Eisner (USPD) errichtet werden, obwohl die bayerische SPD mit Erhard Auer auch einen königlich-bayerischen Verfechter der parlamentarischen Demokratie gehabt hätte.
München: (MPA) Für Aufregung sorgt die Absicht des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude dem Umstürzler Kurt Eisner ein weiteres Denkmal zu errichten. Genügte es Ude vor 5 Jahren noch eine Gedenktafel zu enthüllen, so muß es dieses mal eine Statue sein, von der es sogar heißt, daß sie eine Statue König Ludwigs II. ersetzten soll.
Völlig unklar ist unterdessen, weshalb ausgerechnet der von der Partei ‘Die Linke’ zur Ikone verklärte Kurt Eisner (USPD) in dieser Weise gewürdigt werden soll. Hat man seinem Gegenspieler Erhard Auer (SPD) nicht verziehen, daß er sich vor dem Umsturz vom 7. November 1918 noch gegen den „republikanischen Aberglauben“ aussprach oder nimmt man ihm übel, daß er in der Wiedereinführung der Monarchie den Weg sah, um Bayern 1933 vor der braunen Gleichschaltung zu bewahren? Und warum weist keiner darauf hin, daß Eisner nach dem Umsturz keineswegs einfach nur „Ministerpräsident“ war, weil er dann ja auch noch um jeden Preis den kommunistischen Räten den Vorzug gegenüber dem Parlament sichern wollte? Herr Eisner mag ein Künstler gewesen sein, doch ein Demokrat war er genauso wenig wie der ihm nachfolgende Hitler.